Basteln mit Kindern im Jahreskreis: kreative Ideen für jede Jahreszeit

Basteln macht zu jeder Jahreszeit Freude – besonders dann, wenn die Natur selbst die schönsten Materialien dazu liefert. Entdecke kreative Bastelideen für Frühling, Sommer, Herbst und Winter und gestalte gemeinsam mit Kindern kleine Kunstwerke aus dem, was gerade draußen wächst, blüht, fällt oder glitzert.

Basteln mit Kindern: Ideen für jede Jahreszeit

Inhaltsverzeichnis

Basteln im Herbst: Sonnenfänger

  • So sieht der fertige Sonnenfänger mit Eichelkappe und Glasmurmel aus.
    So sieht der fertige Sonnenfänger mit Eichelkappe und Glasmurmel aus.
  • Je nach Farbe der Glasmurmel glitzert der Sonnenfänger in einem anderen Licht.
    Je nach Farbe der Glasmurmel glitzert der Sonnenfänger in einem anderen Licht.
Im Herbst, wenn die Tage kürzer werden und die Natur in warmen Farben leuchtet, lohnt es sich auf jeden Fall, das rarer werdende Sonnenlicht einzufangen. Am Fenster glitzern die Sonnenfänger besonders schön. Ihr funkelndes Licht tanzt über die Wände im Zimmer und fasziniert jeden Zuschauer.

Das brauchst du für den Sonnenfänger:

  • Glasmurmeln
  • Schnur
  • evtl. kleine Holzperlen
  • Eichelkappen
  • einen dünnen Bohrer
  • Sekundenkleber oder Heißklebepistole

Bohre mit dem Handbohrer ein feines Loch in die Mitte der Eichelkappe – gerade so groß, dass du die Schnur hindurch fädeln kannst. Verknote die Schnur an dem Ende, das später im Inneren der Kappe verschwindet, mit einem dicken Knoten, sodass die Schnur nicht mehr durchs Loch rutscht. Fädle nun eine Perle am anderen Ende der Schnur auf, sodass die Perle die Kappe oben schmückt. Wähle nun eine passende Murmel aus und klebe sie in die Eichelkappe. Sobald der Kleber getrocknet ist, kannst du eine Schlaufe ins Schnur-Ende knoten und den fertigen Sonnenfänger aufhängen.
Schau auf der Jahreszeitenuhr, was es gerade noch alles in der Natur gibt und was davon ebenfalls als Kappe für einen Sonnenfänger infrage kommt! Vielleicht kannst du ja auch noch weitere Formen von Sonnenfängern kreieren?

Basteln im Herbst: Laterne mit Herbstblättern

Ab etwa Mitte September findest du draußen im Wald Blätter in den buntesten Farben. Weißt du, von welchen Bäumen sie stammen? Vielleicht hilft dir ja die Jahreszeitenuhr des Waldes bei der Zuordnung? Dass die Blätter jetzt so bunt werden, liegt daran, dass der grüne Farbstoff Chlorophyll für die Pflanzen sehr wertvoll ist. Sie zerlegen ihn in seine Bestandteile und speichern sie in den Stämmen und Wurzeln für den nächsten Frühling. Was bleibt, ist die "übrige" Farbe der Blätter: gelb, orange, rot und rostbraun. Sammle Blätter, die noch nicht ausgetrocknet sind, sondern biegsam. 

Das brauchst du für die Laternen mit Herbstblättern:

  • Leim
  • Seidenpapier
  • Schere
  • Luftballon
  • Pinsel
  • Schnur
  • frische, verfärbte Blätter

Lasse die Blätter in einem warmen Raum leicht antrocknen, aber nicht zuviel: Sie sollten noch geschmeidig sein und sich biegen lassen. Bereite das Seidenpapier vor, indem du es in etwa Handteller-große Stücke reißt. Blase den Luftballon auf und verknote ihn. Anschließend pinselst du den Luftballon mit Leim dünn an. Als erste Schicht kommen Stücke von Seidenpapier drauf, solange bis der ganze Luftballon (außer dem Knoten) bedeckt ist. Dann wieder mit Leim anpinseln; jetzt kommen die Blätter drauf. Lege sie in Mustern, dicht aneinander oder nur ein paar wenige, Blätter von unterschiedlichen Bäumen oder immer von derselben Baumart - ganz wie du willst. Die dritte Schicht besteht wieder aus Leim mit Seidenpapier. Dann lass die Lampions etwa zwei Tage lang trocknen, bevor du sie um den Knoten herum aufschneidest und an den Seiten jeweils ein Schnurende zum Aufhängen befestigst.

Experimentieren im Winter: Seifenblasen-Skulpturen

  • So könnte deine gefrorene Seifenblase aussehen, wenn alles perfekt klappt.
    So könnte deine gefrorene Seifenblase aussehen, wenn alles perfekt klappt.
Aus gefrierenden Seifenblasen lassen sich im Winter tolle Kunstwerke zaubern. Damit die Seifenblasen auch wirklich gefrieren anstatt sofort zu zerplatzen, braucht es allerdings die richtige Mixtur.

Das brauchst du für deine gefrorene Seifenblase:

  • 200 ml Wasser
  • 35 ml Maissirup
  • 35 ml Spülmittel
  • 2 EL Zucker

Rühre nun das Ganze gut durch und stelle es für eine Viertelstunde ins Eisfach. Am besten funktioniert es bei einer Außentemperatur von etwa minus zehn Grad und wenn du die Seifenblase vorsichtig auf einen ebenen, kalten Untergrund pustest.

Basteln im Frühling: Pusteblumen-Girlande

  • Um die Pusteblumen-Kette in voller Pracht zu sehen, braucht es ein wenig Geduld, denn die Köpfchen
    Um die Pusteblumen-Kette in voller Pracht zu sehen, braucht es ein wenig Geduld, denn die Köpfchen werden noch im geschlossenen Zustand aufgefädelt.
Im Frühling wächst Bastelmaterial in Hülle und Fülle! Welches, das kannst du auf der Jahreszeitenuhr nachschauen. Besonders viel lässt sich aus Löwenzahn basteln: zum Beispiel ein hübscher Blumenkranz aus den Blüten mit Stängeln. Aus den flauschigen Köpfchen der Pusteblume entstehen wunderschöne Girlanden; auch wenn es anfangs gar nicht so spektakulär aussieht.

Das brauchst du für die Pusteblumen-Girlande:

  • dünne Schnur
  • Stopfnadel
  • mindestens 10 Köpfchen von noch geschlossenen Pusteblumen

Pflücke die Pusteblumen-Köpfchen, während sie noch geschlossen sind, und fädle sie mit der Nähnadel auf eine dünne Schnur. Lass mindestens fünf Zentimeter Platz zwischen den einzelnen Köpfchen. Hänge die Girlande an einem trockenen Ort auf und warte ein bis zwei Tage: Wie von Zauberhand verwandeln sich die Köpfchen nach und nach in zarte, flaumige Kügelchen.

Natur erleben im Sommer: Zaubertrank aus Springkraut-Blüten

  • Springkraut-Zaubertrank: In Wasser mit Zitronensaft färben die Springkrautblüten den Trank pink.
    Springkraut-Zaubertrank: In Wasser mit Zitronensaft färben die Springkrautblüten den Trank pink. Wenn du die Blüten aber in Wasser mit Natron gibst, wird das Wasser blau. Schmecken tut nur die Variante mit Zitronensaft!

Wächst bei dir zuhause das Indische Springkraut? Das sind hohe Stauden mit rosa Blüten und mit Samenständen, die im reifen Zustand bei der kleinsten Berührung explodieren. Die Samen, die die Pflanze dabei weit von sich schleudert, kannst du essen. Sie schmecken leicht nussig bis bitter und eignen sich besonders gut als Müslitopping oder für den Salat. Aus den Blüten kannst du einen Zaubertrank herstellen, der je nach Zutaten entweder pink oder bläulich wird.

Das brauchst du für den Springkraut-Zaubertrank:

  • zwei Gläser mit Deckeln
  • Wasser
  • eine Zitrone
  • einen Esslöffel Natron-Pulver
  • etwa 30 Springkraut-Blüten

Fülle nun jeweils die Hälfte der Blüten in ein Glas und gebe in beiden Gläsern Wasser dazu. In ein Glas presst du nun den Zitronensaft, in das andere Glas gibst du das Natronpulver. Verschraube beide Gläser und schüttle sie gut durch. Jetzt kannst du beobachten, wie sich das Wasser allmählich verfärbt ... Gleich vorab: Schmecken tut nur die Variante mit Zitronensaft, wenn du sie noch ein wenig mit Honig oder Reissirup süßt!