Mondfinsternis am 28. August 2026 – So kannst du sie in Deutschland beobachten

Wann ist die Mondfinsternis am 28. August 2026 zu sehen?
Frühmorgens am 28. August 2026 können wir hier in Deutschland eine partielle Mondfinsternis beobachten. Kurz vor halb vier Uhr morgens tritt der Mond in den Halbschatten der Erde ein. Sichtbar ist das zunächst aber kaum, man erkennt höchstens einen leichten Grauschleier über dem Mond. Erst eine gute Stunde später um halb fünf Uhr morgens verdunkelt sich der linke untere Teil der Mondscheibe, wenn der Mond ganz langsam von rechts nach links in den Rand des Kernschattens der Erde eintaucht.So kannst du die Mondfinsternis in Deutschland beobachten
Um 06:13 Uhr erleben wir in Deutschland die maximale Bedeckung von 96% der Mondscheibe. Weil zur totalen Mondfinsternis ein paar Prozent der Bedeckung fehlen – und weil der Mond dann kurz vor dem Untergehen ist und die Morgendämmerung ihm die Show stiehlt, wird der Mond nicht so rot erscheinen wie der klassische Blutmond. Trotzdem wirst du bei klarem Himmel die stark verdunkelte Mondscheibe mit bloßem Auge erkennen können. Am besten begibst du dich dazu auf einen erhöhten Punkt: einen Berg oder einen Turm etwa. Um 6:33 Uhr etwa verschwindet der Mond dann auch schon unter dem Horizont, sodass wir von Deutschland aus leider nicht die ganze Mondfinsternis erleben können.
Warum gibt es Mondfinsternisse nur bei Vollmond?
Mondfinsternisse können nur bei Vollmond stattfinden, weil dann die Erde genau zwischen Sonne und Mond steht. Die meiste Zeit wandert der Vollmond aber etwas ober- oder unterhalb des Erdschattens hinter der Erde vorbei. Immerhin etwa zweimal im Jahr passiert es, dass er durch den Erdschatten wandert. Mondfinsternisse finden fast immer in Kombination mit Sonnenfinsternissen statt, die dann zwei Wochen vor- oder nachher zu Neumond zu beobachten sind.
Warum treten Mond- und Sonnenfinsternisse gemeinsam auf?
Denn während des betreffenden Mondzyklus liegen Erde, Mond und Sonne nicht nur zu Vollmond, sondern auch zu Neumond exakt auf einer Linie. Mond und Sonne passieren dann zur gleichen Zeit die sogenannten "Mondknotenpunkte" oder "Drachenpunkte". Das sind die Punkte, an denen die Mondbahn die Sonnenbahn kreuzt. Da der Mondschatten auf der Erde sehr viel kleiner ist als der Erdschatten auf dem Mond, kann man die Sonnenfinsternisse im Gegensatz zu Mondfinsternissen nur in einem sehr kleinen Bereich auf der Erde wahrnehmen.
Welche Bedeutung hatten Mondfinsternisse früher?
Im Gegensatz zu Sonnenfinsternissen, die Teile des tierischen Lebens auf der Erde lahmlegen – Bienen beispielsweise fliegen währenddessen nicht mehr, weil ihnen ohne Sonne die Orientierung fehlt – wirken sich Mondfinsternisse kaum auf die Natur aus. Lediglich wir Menschen haben Mondfinsternisse als schlechtes Omen interpretiert: als ein Vorbote für Katastrophen, Krankheit und Krieg. Wer hingegen wusste, wann sie stattfinden würde, hatte einen Trumpf im Ärmel.
Christoph Kolumbus und die Mondfinsternis
So zum Beispiel Christoph Kolumbus, der als Seefahrer die Mondfinsternisse nutzte, um die Position seiner Schiffe auf dem offenen Meer zu berechnen. Bei seiner vierten Reise in die Neue Welt strandete er auf Jamaika. Als die Einheimischen ihm nicht mehr helfen wollten, erzählte er ihnen, dass die Götter verärgert seien und ihnen gleich den Mond rauben würden. Tatsächlich begann der volle Mond plötzlich dunkler und röter zu werden ... die verängstigten Insulaner gaben nach und flehten Kolumbus an, er möge ihnen den Mond wieder geben. Die Mondfinsternis ging vorbei, und Kolumbus bekam alles, was er wollte.
Die nächsten Mond- und Sonnenfinsternisse in Deutschland
MONDFINSTERNIS sichtbar in Deutschland
- 28. August 2026 (Partiell)
- 20./21. Februar 2027 (Halbschatten)
- 31. Dezember 2028 (Totale Mondfinsternis)
- 26. Juni 2029 (Totale Mondfinsternis)
- 20. Dezember 2029 (Totale Mondfinsternis)
SONNENFINSTERNIS sichtbar in Deutschland
- 12. August 2026 (Partiell)
- 2. August 2027 (Partiell)
- 26. Januar 2028 (Partiell)
- 1. Juni 2030 (Partiell)

