Wie eine Sonnenfinsternis auf Tiere und Pflanzen wirkt

Sonnenfinsternisse sind nicht nur spannende kosmische Spektakel. Das Verschwinden der Sonne wirkt sich direkt auf Tiere und Pflanzen aus: Die einen werden aktiver, die anderen fallen in Schockstarre.

Wirkung einer Sonnenfinsternis
Ein gigantischer Schatten verdunkelt mitten am Tag den wolkenlosen Himmel. Vögel unterbrechen ihr Gezwitscher, Bienen halten auf Blüten inne, weil mit der Sonne auch ihr natürliches Navigationsgerät verschwunden ist. Glühwürmchen beginnen zu leuchten und Fledermäuse starten zur Nahrungssuche. Viele Tiere beginnen während einer Sonnenfinsternis mit ihren nächtlichen Routinen. Einige werden hysterisch laut, andere verstummen plötzlich. So richtig kalt lässt das kosmische Spektakel einer Sonnenfinsternis wohl keinen.

Auch nicht die Pflanzen: Daniel Beverly, ein Pflanzenökophysiologe an der Universität von Indiana, hatte während der Sonnenfinsternis 2017 Salbeibüsche in Wyoming beobachtet. Während der totalen Phase der Sonnenfinsternis ging die Photosynthese-Leistung der bis zu 100 Jahre alten Pflanzen logischerweise stark zurück. Umso erstaunlicher war, dass es nach den paar Minuten totale Sonnenfinsternis mehrere Stunden dauerte, bis sich die Pflanzen von dem Schock über das zurückgekehrte Sonnenlicht erholt hatten und wieder begannen, Photosynthese zu betreiben.

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Foto: Eine Sonnenfinsternis vom Weltall aus gesehen (NASA)