• Dagmar

Der Frauendreißiger

Aktualisiert: 18. Sept. 2021

Was das Kräutersammeln mit dem Mond zu tun hat:

Kräuterbuschen zum Trocknen mit Borretsch, Kamillie, Rosmarin, Ringelblumen, Dost, Salbei u.a.
Kräuterbuschen mit Borretsch, Kamille, Lavendel, ...

Kräuterhexen wissen Bescheid: Die 30 Tage nach Mariä Himmelfahrt, ab 15. August, gelten als die beste Zeit, um sich mit Kräutern für den Winter einzudecken. Eigentlich blühen schon seit der Sommersonnwende wichtige Heilkräuter wie Johanniskraut, Mädesüß, Arnika oder Schafgarbe. Welche Kräuter sich zum Sammeln eignen, das wissen Kräuterpädagoginnen wie meine gute Freundin Astrid Brunner (www.dieanderswanderin.de) am besten. Sonne und Mond sind für die beste Sammel-Zeit ausschlaggebend. Und die ist im Jahreslauf genau jetzt: Der Höhepunkt der Sonnenkraft ist überschritten, die Tage und Nächte draußen werden spürbar kühler. Doch die Pflanzen tragen nun die ganze Kraft des Sommers in sich ... das Element Erde braucht immer ein bisschen, bis es auf die tiefer sinkende Sonnenbahn und damit die geringer werdende Sonnenkraft reagiert.


Aber warum sind es ausgerechnet 30 Tage, in denen gesammelt werden soll? Ich vermute, das hängt mit dem Zyklus der Mondphasen zusammen: Die idealste Mond-Zeit zum Sammeln für den Kräutervorrat, der getrocknet dann einen Winter lang halten soll, sind die Tage nach dem Vollmond bzw. die Tage, in denen sowohl der Mond absteigt (ab Mondzeichen Krebs) als auch abnimmt. Und das ist aufgrund der ungleichen Länge von Sonnen- und Mondjahr jedes Jahr eine andere Zeitspanne.


Ab 1. September zeigt das Mondrad einen absteigenden und abnehmenden Mond an: perfekt zum Kräuterernten!
Perfekter Mondstand zur Kräuterernte: ab 1. Sept.

In diesem Jahr trifft es auf den 1. bis 6. September zu. Wem das nun zu kompliziert klingt: Auf dem Mondrad sind das die Phasen, in denen die Wellenlinie mit den Mondzeichen abwärts führt und die Schattenseite der Mondkugel wächst.

Doch dieses Jahr ist es gar nicht so einfach, im Einklang mit den Mondphasen zu sammeln. Es gibt kaum längere trockene Zeitspannen, in denen sich die Kräuter gut sammeln und anschließend trocknen lassen.

Also im Zweifelsfall lieber die schönen, trockenen und warmen Spätsommertage nutzen! Zu welcher Tageszeit man sammeln soll, da scheiden sich die Geister: Wer nachmittags bis abends sammelt, hat den Vorteil, dass schon viel Wasser in den Kräutern verdunstet ist und sie schneller trocknen. Außerdem steckt dann noch die Energie eines weiteren Sonnentages in ihnen. Vormittags zu sammeln, das empfiehlt sich vor allem bei Kräutern mit vielen ätherischen Ölen: Sie verdampfen nämlich mit zunehmender Sonnenwärme und gehen so verloren.

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