• Dagmar

Neumond-Kräfte

Der Mond am 4. Dezember ist ein Super-Neumond. Ja, auch das gibt es! Während die Super-Vollmonde mit einer riesigen, strahlenden Mondkugel unübersehbar auf sich aufmerksam machen, wirkt der Super-Neumond im Verborgenen. Auch wenn er der Erde als Supermond besonders nahe steht: Man sieht den Neumond ja nicht – außer bei einer Sonnenfinsternis, wie sie in einigen Teilen der Welt am Samstagmorgen zu sehen sein wird: leider nicht bei uns in Europa, sondern im äußersten Süden der Erde, in der Antarktis und über dem Südatlantik.


Nur bei Neumond kommen wir in den Genuss eines solchen Sternenhimmels.
Nur bei Neumond kommen wir in den Genuss eines solchen Sternenhimmels.

Ein Neumond wirkt, gepaart mit der Sonne, als Gravitationskraft. Und je näher der Mond der Erde kommt, umso stärker kann sich seine Anziehungskraft auswirken. Wenn Neumond, Erdnähe und Sonnenfinsternis zusammenkommen, addieren sich diese Anziehungskräfte. Die Meere reagieren mit Springfluten, das Festland hat unter Umständen ein erhöhtes Erdbebenrisiko. Und die Atmosphäre reagiert mit einer Tendenz zur kurzfristigen Wetterverbesserung, weil die Anziehungskraft sich ebenso auf die Luftmassen auswirkt.

Ob wir diese Gravitationskräfte auch in uns selbst wahrnehmen können? Ich weiß es nicht. Vielleicht hatten wir in grauer Vorzeit diesen Schwerkraft-Sinn noch viel ausgeprägter. Vielleicht nehmen heutzutage nur noch Kinder und Tiere diese Kräfte wahr. Vielleicht besitzen wir Erwachsene diesen Sinn aber auch noch, nur können wir die diffusen Empfindungen keiner bewussten Wahrnehmung mehr zuordnen. Wir können uns die Empfindungen nicht erklären – und das Unerklärliche hat es in einer wissenschaftlichen Welt nun mal schwer: Es existiert einfach nicht.


Leere. Auch dafür steht der Neumond in der Astrologie. Leere muss nicht immer negativ sein: Sie eröffnet Räume, sie kann einem Neuanfang das Feld bereiten. Zu Neumond sind die Nächte dunkel, die Emotionen tief ins Unbewusste abgetaucht, wo sie ein ganz spezielles Eigenleben führen und uns – vielleicht ähnlich wie der Gravitationssinn – aus der Tiefe des Unbewussten heraus steuern. Ganz unerklärlich. Aber trotzdem existent!

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