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Was uns die Himmelsscheibe von Nebra verrät

Im Frühling kann man den Mond am Himmel genau in der Konstellation sehen, die auf der Himmelsscheibe von Nebra abgebildet ist: Die zunehmende Mondsichel – so dick wie auf der Scheibe, nämlich etwa vier Tage alt – zieht dann ganz nah an den Plejaden (dem auffälligen Sternhaufen, auch Siebengestirn genannt) vorbei.


Die Himmelsscheibe von Nebra beinhaltet eine Kalenderregel.
Die Himmelsscheibe von Nebra beinhaltet eine Kalenderregel.

Forscher haben die Bedeutung der Himmelsscheibe mittlerweile entschlüsselt: Sie war eine Stütze für die wichtigste Kalenderregel dieser Zeit. Vor 4000 Jahren, als die Himmelsscheibe entstand, zeigte exakt diese Konstellation im Frühlingsmonat Nisannu an, dass mit dem Kalender etwas nicht stimmte ... nämlich dass man jetzt dringend einen Schaltmonat einfügen musste, damit das Sonnenjahr wieder mit der Zählung der zwölf Mond-Monate für ein Jahr übereinstimmte. Das war etwa alle drei Jahre der Fall. Wenn die Zeitzählung stimmte, war die zunehmende Mondsichel im März, wenn sie an den Plejaden vorbei wanderte, noch viel dünner als auf der Scheibe abgebildet.


Die zunehmende Mondsichel zieht an den Plejaden (Siebengestirn, links oben) vorbei.
So zieht der Mond im März an den Plejaden (Siebengestirn, links oben) vorbei.

Gerade müssen wir keine Sorge haben angesichts dieser Konstellation schon im März: Unser Kalender stimmt! Denn die Position der Fixsterne im Vergleich zur Sonne hat sich mittlerweile um etwa einen Monat verschoben. Das hat mit der Präzession der Erdachse zu tun, der Taumelbewegung der Erde bei der Drehung um sich selbst. Wenn du also im April die zunehmende Mondsichel wieder bei den Plejaden vorbeiwandern siehst, wird sie etwas dünner sein – so wie es für die Menschen vor 4000 Jahren genau richtig gewesen wäre und es damit eben keinen Grund für einen zusätzlichen Schaltmonat gegeben hätte.


Auf dem Tisch-Mondrad von SONNE MOND und ERDE kannst du übrigens auch erkennen, in welcher Phase der Mond bei den Plejaden stehen wird: Wenn du diesen immerwährenden Mondkalender mit dem Sonnenzeichen auf das aktuelle Jahresdatum auf der Sternbild-Scheibe drehst und dann den äußeren Datumsring auf das Neumond-Datum einstellst, siehst du die entsprechende Mondphase bei den Plejaden. So sieht der Mond in diesem Monat aus, wenn er am Siebengestirn vorbeizieht.

Auf dem astronomischen Mondrad für die Wand und auf dem Mondkalender-Schmuck kannst du ebenfalls erkennen, wann die Mondsichel an den Plejaden vorbeizieht: nämlich dann wenn der Kalender den Mond zwischen den Sternbildern Widder und Stier anzeigt. Wer die astrologische Variante des Mondrades hat, der muss bei der Anzeige Mond am Anfang vom Sternzeichen Zwillinge hinauf in den Nachthimmel schauen, um die Sichel bei den Plejaden zu entdecken.


Im April ist die Mondsichel nahe den Plejaden schon dünner als auf der Nebra-Scheibe: gut zu sehen auf dem Mondrad, unserem immerwährenden Mondkalender.
Im April ist die Mondsichel nahe den Plejaden schon dünner als auf der Nebra-Scheibe: gut zu sehen auf dem Mondrad, unserem immerwährenden Mondkalender.


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