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  • AutorenbildDagmar

Partielle Mondfinsternis

Aktualisiert: 4. Apr.

Am Abend des 28. Oktober 2023 können wir hier in Deutschland eine partielle Mondfinsternis beobachten. Kurz nach acht Uhr abends tritt der Mond in den Halbschatten der Erde ein. Sichtbar ist das zunächst aber kaum, man erkennt höchstens einen leichten Grauschleier über dem Mond. Erst ab 21.35 Uhr verdunkelt sich der untere Teil der Mondscheibe, wenn der Mond ganz langsam von rechts nach links in den oberen Rand des Kernschattens der Erde eintaucht.

Um 22.15 Uhr ist die Bedeckung maximal, sprich sechs Prozent des Mondes sind verdeckt. Das sieht aus, als ob die Mondscheibe unten etwas angeknabbert wäre. Um 22.53 Uhr hat der Mond den Kernschatten wieder verlassen und bewegt sich bis kurz nach Mitternacht erneut durch den Halbschatten der Erde, was als grauer Schleier vage sichtbar ist.


Bilderserie der totalen Mondfinsternis Ende September 2015 in Denver (Foto: NASA)
Bilderserie der totalen Mondfinsternis Ende September 2015 in Denver (Foto: NASA)

Mondfinsternisse immer bei Vollmond

Mondfinsternisse können nur bei Vollmond stattfinden, weil dann die Erde genau zwischen Sonne und Mond steht. Die meiste Zeit wandert der Vollmond aber etwas ober- oder unterhalb des Erdschattens hinter der Erde vorbei. Immerhin etwa zweimal im Jahr passiert es, dass er durch den Erdschatten wandert. Mondfinsternisse finden fast immer in Kombination mit Sonnenfinsternissen statt, die dann zwei Wochen vor- oder nachher zu Neumond zu beobachten sind. Denn während des betreffenden Mondzyklus liegen Erde, Mond und Sonne nicht nur zu Vollmond, sondern auch zu Neumond exakt auf einer Linie. Allerdings ist sein Schatten sehr viel kleiner, weshalb man die Sonnenfinsternisse im Gegensatz zu Mondfinsternissen nur in einem sehr kleinen Bereich auf der Erde wahrnehmen kann; zuletzt am 14. Oktober in Amerika.


Die Macht des Mondes

Im Gegensatz zu Sonnenfinsternissen, die Teile des tierischen Lebens auf der Erde lahmlegen – Bienen beispielsweise fliegen währenddessen nicht mehr, weil ihnen ohne Sonne die Orientierung fehlt – wirken sich Mondfinsternisse kaum auf die Natur aus. Lediglich wir Menschen haben Mondfinsternisse als schlechtes Omen interpretiert: als ein Vorbote für Katastrophen, Krankheit und Krieg. Wer hingegen wusste, wann sie stattfinden würde, hatte einen Trumpf im Ärmel. So zum Beispiel Christoph Kolumbus, der als Seefahrer die Mondfinsternisse nutzte, um die Position seiner Schiffe auf dem offenen Meer zu berechnen. Bei seiner vierten Reise in die Neue Welt strandete er auf Jamaika. Als die Einheimischen ihm nicht mehr helfen wollten, erzählte er ihnen, dass die Götter verärgert seien und ihnen gleich den Mond rauben würden. Tatsächlich begann der volle Mond plötzlich dunkler und röter zu werden ... die verängstigten Insulaner gaben nach und flehten Kolumbus an, er möge ihnen den Mond wieder geben. Die Mondfinsternis ging vorbei, und Kolumbus bekam alles, was er wollte.


Hier ein paar Daten zum Vormerken!


MONDFINSTERNIS sichtbar in Deutschland

- 28./29. Oktober 2023 (Partiell)

- 25. März 2024 (Halbschatten)

- 18. September 2024 (Partiell)

- 14. März 2025 (Total)

- 07. September 2025 (Total)

- 28. August 2026 (Partiell)

- 20./21. Februar 2027 (Halbschatten)


SONNENFINSTERNIS sichtbar in Deutschland´

- 29. März 2025 (Partiell)

- 12. August 2026 (Total)

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